Unsere eigenen Fertigerzeugnisse

Detonationsofenanlage
Die Anlage besteht im Kern aus dem Detonationsofen (im weiteren Detonationsofen und ugs. auch Sprengofen genannt) einschließlich der erforderlichen peripherer Komponenten.
Die Anlage dient der Zerstörung von Munition, im Wesentlichen von Munition, Munitionsteilen und anderen Sprengkörpern oder Teilen davon. In einem thermischen Verfahren wird innerhalb des Detonationsofens das Entsorgungsgut zur Detonation bzw. zum Abbrand gebracht. Die zur Zerstörung vorgesehenen Sprengkörper werden von Fachkräften der Kampfmittelbeseitigung nach definierten Klassifikationsmerkmalen wie Art, Kaliber und gefährdender Explosivmenge sortiert und in einem Chargenbetrieb dem Detonationsofen zugeführt. Damit wird vorgesorgt, dass die zu einer Detonation zu bringende Explosivstoffmenge einerseits und die Gesamtmenge des Entsorgungsgutes einer Charge andererseits die vorgesehene Mengenbegrenzung nicht übersteigt. Das Zusammenstellen einer Charge erfolgt nach einer speziellen Verfahrensanweisung.
Das Einbringen des Entsorgungsgutes erfolgt über eine am Detonationsofenkopf befindliche Schleuse, der das Entsorgungsgut über ein manuell beschicktes Förderband kontinuierlich zugeführt wird. Nach dem Abwurf des Entsorgungsgutes aus der Schleuse in den Detonationsofeninnenraum wird dieses durch thermische Einwirkung zur Umsetzung gebracht.
Der anfallende Metallschrott und die entstehenden festen Verbrennungsrückstände werden periodisch in einen Schrottcontainer entleert. Der Schrottcontainer wird nach der Detonationsofenentleerung mit einem geeigneten Transportmittel (z. B. Gabelstapler) zur Abkühlung abgestellt.
Nach der Abkühlung des Containerinhalts erfolgt die Nachkontrolle auf unumgesetztes Einsatzgut, bevor der dann nicht mehr gefährliche Schrott der Entsorgung zugeführt wird.
Die bei der Umsetzung des Einsatzgutes entstehenden Abgase werden permanent abgezogen und in einer Abgasreinigungsanlage von ihrer Schadstoffbeladung befreit, bevor sie in die Atmosphäre abgegeben werden.
Die Gesetze, behördlichen Verordnungen und Vorschriften von Genossenschaften und Verbänden zum Gesundheits- und Arbeitsschutz und zum Umweltschutz, zur Unfallverhütung, zum Brandschutz und zur Betriebssicherheit (Betriebssicherheitsgesetz) sind neben den aufgeführten Informationen bekannt und können vom Betreiber der Anlage eingehalten werden. Bei einem Einsatz der Detonationsofenanlage außerhalb der Bundesrepublik Deutschland sind die jeweils gültigen landesspezifischen Regeln, Unfallverhütungs-, Sicherheits- und Entsorgungsgesetze zu beachten.
Einige technische Daten
Eigensicherheit Detonationskammer (in TNT-Äquivalent) 1000g (gutachterlich bestätigt und in der Praxis bestätigt)
Zuführung über Klappensystem einer Mehrkammersicherheitsschleuse
Entleerung (nach ca. 800 kg Bruttomasse) mechanisch
Sicherheitseinrichtung (gegen Überdruck) Berstscheiben
Verbrennungs- und Detonationsgasableitung: flexible Rohrleitung aus Spezialstahl
Arbeitstemperatur im Detonationsraum: 400 bis 750°C
Beheizung: Öl, Gas, Strom
Die Abgasreinigung ist eine separate Anlage und wird bei Bedarf entsprechend der Spezifikation durch einen Kooperationspartner beigestellt.
Historie und Entwicklung
Die ursprüngliche Entwicklung basierte auf einer Zusammenarbeit mit renommierten Feuerwerkern bei der engelke engineering, die Konstruktionsentwürfe, umfangreiche FEM-Simulationen und die Fertigungsunterlagen erarbeitete. Ursprünglich wurden fahrbare Anlagen gebaut, später erfolgte der Bau von stationären Anlagen, die nochmals erhebliche Weiterentwicklungen erforderten, um den speziellen Anforderungen in umbauten Räumen zu entsprechen. Im weiteren Verlauf übernahm engelke die Wartung, das Reengineering und den Bau, insbesondere von stationären Anlagen. Aufgrund zahlreicher Messungen z.B. von Temperatur- und Druckverhalten im Detonationsraum und einfließender Betreibererfahrungen erfolgte eine ständige konstruktionstechnische Weiterentwicklung einschließlich der fertigungstechnischen Umsetzung.
Der Detonationsofen ist das Ergebnis unseres langjährig erprobten Engineerings. Konstruktion und Design sind wettbewerblich geschützt.